Zwick liefert biaxiales Prüfsystem an Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Die häufigste Art der Materialcharakterisierung basiert auf Ergebnissen von einachsigen Zugversuchen. Zur Charakterisierung vieler metallischer und polymerbasierter Werkstoffe muss das Materialverhalten für ein- und mehrachsige Spannungs- und Deformationszustände untersucht werden. Für diese Untersuchungen setzt der Lehrstuhl für Kontinuumsmechanik im Maschinenbau (Prof. Böhlke) des KIT eine biaxiale Prüfmaschine von Zwick ein.
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Die Untersuchungen am Lehrstuhl fokussieren auf faserverstärkte Leichtbauwerkstoffe und metallische Werkstoffe. Gerade für die Beschreibung moderner lang-faserverstärkter Werkstoffe ist die Untersuchung des mechanischen Verhaltens unter Einbeziehung von mehrachsigen Beanspruchungen und Feldmessungen von Verschiebungen grundlegend für das Verständnis des Material- und Strukturverhaltens.

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An einem neuentwickelten Lastrahmen sind 4x 150 kN-Lastrahmen der Tischprüfmaschinen-Reihe sind vier Prüfachsen horizontal seitlich liegend um 90° versetzt zueinander angeordnet. Durch den oberen und unteren mittigen Freiraum von 400 x 400 mm im Sonderlastrahmen kann von oben und unten mit einem optischen Dehnungsmesssystem die Probendehnung erfasst werden. 

Der verwendete Extensometer videoXtens von Zwick gibt sechs analoge Dehnungssignale aus, mit denen eine Mitten- und eine Dehnungsregelung erfolgt. Damit alle Prüfachsen separat gesteuert werden können wird die Prüfsoftware testXpert II mit einer Masterprüfvorschrift eingesetzt. Hierbei wird der grafische Mehrachsablaufeditor für vier axiale Prüfachsen verwendet. Dadurch wird ermöglicht, dass unterschiedlichste Belastungsprofile simuliert werden können.


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