Hoch² – Hochgeschwindigkeits-Prüfung unter Hochtemperatur

Als Leitinstitut für ressourceneffiziente Produktion innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft ist das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU Forschungs- und Entwicklungspartner für den Automobil- und Maschinenbau. Ein Schwerpunkt der Forschungsarbeit ist die Entwicklung und Optimierung intelligenter Produktionsanlagen zur Herstellung von Karosserie- und Antriebsstrangkomponenten. Zwick hat an das Fraunhofer IWU in Chemnitz eine Hochgeschwindigkeits-Prüfmaschine geliefert, mit der zukünftig Materialdaten für noch genauere Simulationsrechnungen ermittelt werden können.
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Innovative produktionstechnische Entwicklungen für den Automobil- und Maschinenbau sind der Hauptanspruch des Fraunhofer IWU, wobei Effizienztechnologien das zentrale Forschungsthema für diese Branchen darstellen. Diese Forschungsarbeit wird durch eine neue Hochgeschwindigkeits-Prüfmaschine HTM von Zwick unterstützt. Sie wird zur Ermittlung von Fließkurven in Abhängigkeit von der Temperatur und Belastungsgeschwindigkeit an metallischen Werkstoffen eingesetzt. Diese Daten werden für Simulationsrechnungen benötigt, um Produktionsanlagen und -prozesse zu optimieren.

Mit dem Prüfsystem werden Schnellzerreiß-Versuche bis 20 m/s und einer maximalen Kraft von 100 kN an Blechwerkstoffen durchgeführt. Dank einer integrierten Induktionsheizung sind Versuche auch unter Hochtemperatur zwischen +200°C und +1.000°C möglich. Die Dehnung wird mit Hilfe eines optischen Hochgeschwindigkeits-Dehnungsaufnehmers gemessen. Das System wird auch für Druckversuche (Prüfgeschwindigkeit bis 20 m/s) an zylindrischen Proben eingesetzt.

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