Zwick liefert Blechumform-Prüfmaschine an koreanischen Stahlhersteller

Im Automobilbau werden immer festere metallische Werkstoffe für Formteile eingesetzt. Werkstoffe mit höherer Festigkeit erfordern höhere Prüfkräfte, d. h. bei der Blechumformung höhere Ziehkräfte. Um diesen Prüfanforderungen gerecht zu werden, setzt ein großer südkoreanischer Stahlhersteller an seinem F&E Standort eine Prüfmaschine zur Blechumformung (BUP) von Zwick für Prüfkräfte bis 1.000 kN ein.

Der Stahlhersteller setzt die Blechumformprüfmaschine mit 1000 kN hauptsächlich zur Ermittlung der notwendigen Werkstoffkennwerte im Rahmen der F&E Aktivitäten ein. Mit entsprechenden Werkzeugen und Zubehör dient die Maschine zur Bestimmung von Grenzformänderungskurven (FLC) nach ISO 12004. Für diesen Versuch ist die Blechumformprüfmaschine mit dem optischen Messsystem ARAMIS von GOM ausgestattet.

Die Norm fordert in ihrer aktuellen Version einen Ziehstempeldurchmesser von 100 mm, damit wird bei höher festen Werkstoffen ein erhöhter Kraftbereich bis 1000 kN notwendig.Durch einen einfachen Werkzeugwechsel sind weitere Normversuche möglich: z. B. Tiefungsversuch nach Erichsen (DIN EN ISO 20482), konischer Lochaufweitungsversuch (ISO16630) oder LDR Versuch (Limit Drawing Ratio Test). Weiter können mit der BUP auch Tiefungsversuche nach VW Werksnorm PV1054  zur Bestimmung der Welligkeit durchgeführt werden.

Das Funktionsdisplay mit Fernbedienungsmöglichkeit und die hydraulische Betätigung des Werkzeugkopfes zur Probeneinlage und -herausnahme vereinfachen die Handhabung im täglichen Betrieb. Zur Untersuchung des Prozesses der Blechumformung im Detail kann die Ziehkraft, die Haltekraft und der Ziehstempelweg über die testControl Elektronik ausgelesen und mit der Standard Prüfsoftware testXpert aus dem Hause Zwick weiterverarbeitet und analysiert werden.  

BUP1000 mit Kamera
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